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Anja studiert Bibliotheks- und Informationswissenschaft in Oslo
related: Thomas in Berlin und anderswo - Anika auf Vadnes - Anita im Norden

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2008-10-22
song of the day: Brandenburg (Rainald Grebe)

Ja, hier ist jetzt einige Zeit lang nicht so viel los gewesen. Erst musste ich mich dran gewoehnen, wieder alleine hier zu wohnen - so viel Platz brauche ich doch gar nicht.. -, dann wars n paar Tage gut, dann war ich ne Woche etwas krank und planlos.
Aber jetzt wird sicher alles wieder super. Ich darf Ende des Monats eine Woche lang Bibliotheksbenutzer beobachten. Wow, cooler Job! Weiss jetzt gar nicht, ob ich da auch Geld fuer kriege.. glaube fast ja. Das wuerde die Sache natuerlich noch genialer machen.
Heute war ich zwar nicht Klettern, aber letzte und vorletzte Woche. Es gibt da immer dienstags abends eine Klettergruppe vom DNT (norwegischer "Tourist"verein, ich erwaehnte es bereits?!), so kann ich meine Mitgliedschaft auch ausnutzen ohne staendig auf irgendwelchen Huetten zu uebernachten. Was natuerlich auch noch auf dem Programm steht, nicht wahr, Thomas?
Thomas kommt in 4 Tagen! Hoffentlich bieten sich dann auch andere Aktivitaeten an, als dem Brausen des Windes vom warmen Bette aus zu lauschen, wie ich es die letzten zwei, drei Tage gemacht habe.

Als Antje hier war, haben wir eigentlich super viel gemacht und eine schoene Zeit gehabt. Mir hat's auch Spass gemacht, Antjes fast fertige Bachelor-Arbeit Probe zu lesen. Also etwas mehr Spass als ihr das Schreiben, vermute ich. Aber inzwischen ist das ja auch alles eingebunden und -getuetet, und am Samstag habe ich mein Newcastle Brown Ale darauf getrunken. Also zu 1/3 auf Antjes Arbeit, zu 1/3 auf Michis Arbeit und zu 1/3 auf den Bierpreis in Norwegen im Allgemeinen. Denn die 6 Euro etwas fuer 0,3l waren jetzt relativ durchschnittlich.
Wo ich mit Antje war... das meiste kann man ja den Fotos und den zugehoerigen Bildueberschriften entnehmen. Gleichzeitig mit Antje war auch Marlena bei Birte zu Besuch. Die drei kannten sich von ihrem Aupair-Jahr in Stockholm, und wir haben das meiste zusammen gemacht. Einen Tag waren wir im Freilichtmuseum (dort, wo sie Haeuser aus ganz Norwegen aus verschiedenen Zeiten gesammelt haben, von denen Marlena sicherlich jedes einzelne fotografiert hat). Am Ende, als meine Begleitung nur noch Postkarten kaufen wollte, habe ich mir noch schnell die Ausstellung ueber pakistanische Hochzeitsbraeuche angesehen. Vor allem waren Hochzeitskleider ausgestellt (bunt!!), aber es gab auch viel Text dazu. Ich fands sehr interedssant. Neben Schweden kommen die meisten norwegischen Einwanderer aus Pakistan. Haben deutsche Heimatmuseen auch Ausstellungen ueber tuerkische Kultur?
Wir waren auch im Munch-Museum. Die aktuelle Ausstellung heisst "Munch wird Munch", und erlaeutert den Werdegang des Kuenstlers, seine Entwicklung zum anerkannten Kuenstler. Es gab massenweise (ich meine: wirklich viele!) Werke aus seinen frueheren Jahren zu sehen, die wenig(er) bekannt sind. Da sah ich, dass Munch ganz verschiedene Stile beherrschte. Einen grossen Teil der Ausstellung nahm ausserdem eine Rekonstruktion der sogenannten "Berliner Skandalausstellung" ein. Munchs erste grosse Ausstellung in Berlin wurde naemlich zu einem Skandal, und musste nach einer Woche schliessen. Die wenigsten konnten mit seinen "skizzenhaften, unfertigen" Malereien etwas anfangen, und fanden es im besten Falle dreist, so etwas in einer Ausstellung zu praesentieren.
Eines schoenen sonnigen Herbsttages unternahmen wir vier ausserdem einen Ausflug zum Holmenkollen und Frognerseteren. Das *muss* ja jeder Tourist gesehen haben. Und entgegen meinen Erwartungen hat es sich seeehr gelohnt, dort zu sein. Also, die Sprungschanze gab mir persoenlich jetzt nicht so viel, aber da sie inzwischen wohl gerade abgerissen wird/wurde, brauche ich mich zumindest nicht aergern, etwas verpasst zu haben. Das Cafe / Restaurant Frognerseter hingegen hat mich ueberzeugt. Wir waren ja nur drinnen, um uns einen Tee / Kaffee nach draussen zu holen, aber konnten einen Eindruck gewinnen. Uuuuurig, moechte ich sagen; aber in einer heiteren Weise. Nicht nur das Haus ist aus Holz, sondern auch der groesste Teil der Inneneinrichtung. Die Tische zum Beispiel aus so dickem, wenig bearbeitetem Holz. Wegen des fantastischen Ausblicks ueber Oslo zogen wir es aber vor, draussen zu sitzen.

P.S.: Die neuesten Geohashing-Abenteuer (in english):
2008-10-02 - maessig spannend
2008-10-13 - nicht so spannend
Und WAS ist jetzt nochmal eigentlich Geohashing?
-> Polylux erklaert neuen Extremsport, oder mit englischen Untertiteln und speziell hervorgehobenem Cat-Content
-> Geohashing-Wiki (english)


2008-10-09

Ich freue mich schon seit fast einer Woche sehr, denn Antje ist zu Besuch. Ausfuehrlichere Berichte folgen und besonders Interessierte koennen sich jetzt immerhin schon einen Haufen Fotos angucken.


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